Coaching

Coaching

Was ist Coaching?

Das Wort sagt nicht viel über das breite Anwendungsspektrum des Coachings: es kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie kutschieren. Also ist ein Coach ein Kutscher, der mit Zuckerbrot und Peitsche seine Athleten antreibt, so wie man es in amerikanischen Filmen zu sehen bekommt? In diesem speziellen Berufsumfeld wohl schon. Aber hierzulande ist ein Coach jemand, der Menschen dazu ermächtigt, ihre Probleme selbst zu lösen. 

Das klingt erst einmal danach, als ob niemand einen Coach gebrauchen könnte. Die meisten Menschen lösen einen erklecklichen Haufen Probleme selbst und das jeden einzelnen Tag! Viele Menschen lösen auch ihre großen Probleme selbst, auch wenn das nicht alltäglich ist. Das ist auch gut so!

Aber es gibt auch die großen Probleme, derer man nicht so leicht Herr werden kann. Als Beispiel sei hier nur das Aufhören mit dem Rauchen genannt. Manchen gelingt dies auf Anhieb, andere benötigen mehrere Anläufe und sind vor dem letzten Versuch völlig verzweifelt. 

Das es uns Menschen manchmal nicht gelingt, unsere Probleme selbst zu lösen, hat vielerlei Gründe und nicht alle treffen auf jeden zu. Diese Gründe im speziellen, bei jedem einzelnen Menschen, bei jedem einzelnen seiner großen Probleme herauszufinden, ist ein Aspekt des Coachings. Dazu gibt es verschiedene Formen sogenannter „Tools“ (englisch für Werkzeuge) oder „Interventionen“, das ist das lateinische Fachwort. Das bedeutendste „Tool“ ist jedoch die ungeteilte Aufmerksamkeit und absolute Wertschätzung des Coaches.

Nach der Meinung einiger Psychologen, wie z.B. S. Joseph und P. A. Linley in ihrem Grundlagenwerk zur Positiven Therapie (erschienen bei Klett-Cotta) ist dies die einzige Wirkkomponente bei allen Psychotherapien, egal welcher Ausrichtung sie sich sonst zuschreiben. Was hat denn jetzt Psychotherapie mit Coaching zu tun? Wer zum Coach geht, ist doch nicht krank! So ist es auch. Coaching wendet sich an gesunde Menschen, die im Moment mit diesen Problemen, die sie beschäftigen, nicht weiter wissen. Ein guter Coach hat sich auch mit den Krankheiten der Seele befasst und wird jeden, der dieser Hilfe bedarf, zum Arzt weiter verweisen. 

Coaching bedient sich jedoch bei allen gut funktionierenden Ansätzen der Psychotherapie und lässt die Anteile weg, die konventionelle Anwender der einzelnen Ausrichtungen der Psychotherapie zwingend auferlegt werden, die für den Erfolg einer Behandlung aber überflüssig sind. Wer jetzt nach Luft schnappt und in seinen Gedanken all die guten Argumente aufzählt, die gerade für seinen Ansatz sprechen, der hat ja recht. Aber alle Therapien und jedes Coaching wirken gleich gut! Weil sie den Menschen in den Mittelpunkt stellen und ihn ernst nehmen.

Weil Coaching Überflüssiges weglässt, kommen Klienten in ihrer Coachingstunde schneller auf des Pudels Kern und können ihr Leben schneller und besser an ihre Situation anpassen, oder umgekehrt, je nach ihren Bedürfnissen.

Das ist auch schon der zweite Aspekt des Coachings. Wenn der Klient erst einmal erkannt hat, wie und warum ihn dieses Problem jetzt so quält, kann er Strategien entwickeln, um das Problem endlich aus dem Weg zu räumen. Bei manchen sehr hartnäckigen Problemen hat der Klient manchmal schon einige Strategien entwickelt und ist immer wieder an der Durchführung gescheitert. Hier genau zu erforschen, wie und warum das nicht funktioniert hat, gehört ebenso zum Coaching wie das Erproben und Trainieren neuer Wege. Ein guter Coach kann sehr motivierend sein! 

 

Warum geht man zum Coach?

Die Gründe sind vielfältig. Meistens steht ein Problem im Vordergrund, dass jetzt so drängend ist, dass der Leidensdruck die Couchpotato überwindet. Meistens leiden die Menschen lieber, bevor sie  ihre gewohnten Weisen verlassen oder von den Anderen schief angesehen werden, weil plötzlich etwas ungewohnt ist. Es ist anstrengend, verwirrend und mitunter sogar nicht ungefährlich, neue Wege zu wagen. Für manche ist es eigentlich schon zu spät, einen Coach zu besuchen. Sie sind schon chronisch oder sehr schwer krank, z.B. mit Krebs oder Depression. Würden da Veränderungen noch einen Sinn machen? Gerade zum Beispiel bei Krebspatienten stärkt ein Coaching, das auf den Kenntnissen der Salutogenese beruht, die Heilungsaussicht enorm. Die Salutogenese ist, wörtlich übersetzt, die Gesundheitsentstehung. Fragen Sie ruhig den Coach, den Sie für die Hilfe bei Ihrer Gesundung ins Auge gefasst haben, ob ihm oder ihr diese Vorgehensweise bekannt ist.

Manchmal ist es die Partnerschaft, die zur Qual wird. Auch dann kann ein Coach helfen. Kein Problem ist zu klein, kein Problem ist zu schwer, als dass es nicht Sinn macht, einen Coach aufzusuchen. Meistens sind die kleinen Probleme, über die Sie sich aufregen, der erste Hinweis auf ein dahintersteckendes, viel ernsthafteres Problem. 

Manchmal verstecken sich die Probleme, die in Ihrem Kopf herumkreisen als körperliche Beschwerden. Dann suchen die Ärzte nach Ursachen, doch alle zucken mit den Schultern. Rückenschmerzen ist das Paradebeispiel für diese Beschwerden, aber auch der Magen/Darm und das Herz/Kreislaufsystem können leiden. 

Vielleicht wollen Sie sich nur beruflich verbessern? Oder wollen Ihre Kinder ganz anders erziehen, als Sie es von der Mutter/dem Vater kennen? 

Oder Sie fühlen sich auf der Arbeit von Menschen gequält, lieben ihren Job aber so sehr, dass sie ihn ungern aufgeben. Sie wollen nicht mehr in der Opferrolle sein. Oder…

Es sind tatsächlich sehr viele Themen, die im Coaching einen Rahmen, einen Plan und damit ein besseres Zurechtkommen finden.

Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt:

Wie funktioniert das?

Erst einmal können Sie sich Ihr Problem von der Seele reden und dass in einem geschützten Raum. Sie erfahren Wertschätzung und Ihr Problem wird anerkannt, es darf da sein, es wird ihm der Raum gegeben, den es so dringend verlangt. Kein Coach, der diesen Titel verdient, wird über das sprechen, was Sie ihm oder ihr erzählen. Das freie sprechen über ihr Problem erleichtert die meisten Menschen sehr. 

Jetzt wählt der Coach ein Tool, zugeschnitten auf Ihr Problem aus, das er mit Ihnen durchspielt. Dabei stellt er oder sie ganz viele Fragen, mitunter Fragen, die Sie sich noch nie gestellt haben. 

Wenn Sie dann neue Wege erkennen, können Sie mit Ihrem Coach schon einmal trainieren, diese zu beschreiten, denn Ihr soziales Umfeld wird erst einmal sehr irritiert reagieren. Jetzt haben Sie einen neuen Plan, nach dem Sie Ihr Handeln ausrichten können. 

Wenn diese Handlungen auch noch mit Ihren tiefen Werten in Einklang gebracht wurden, steht Ihrem neuen Leben nichts mehr im Weg. 

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