Scharfer Lockdown, Chaos, Einsamkeit

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Einsamkeit auf leerem Parkplatz

Die erste Woche mit den verschärften Lockdown liegt hinter uns. Aber was war das für eine Woche!

Erst sollten alle Schüler zu Hause bleiben, dann wieder nicht, die 9+10 Klassen sollen jetzt doch in A und B-Gruppen in der Schule unterrichtet werden. Unser Ältester hat erst über die Schließung geflucht und dann über den plötzlichen Meinungswechsel. Außerdem plagten ihn zwischendurch Anfälle von letaler Langeweile, weil es doch eigentlich etwas zu lernen geben sollte. Gab es aber nicht.

Die Ferien waren gerade vorbei und es geht nicht in die Schule, sondern der Lernstoff soll zu Hause abgearbeitet werden. Welches Kind kann da die Ferien vom Schulalltag unterscheiden? Bei uns ging das nicht wirklich reibungslos. Als Coach bin ich geduldig und möchte, dass mein jüngster Sohn lernt, wie wichtig selbstständiges Lernen ist. Wir Eltern arbeiten ja auch selbstständig, als Klavierlehrer und als Coach. Diese Vorbildfunktion hat nicht wirklich funktioniert. Ich weiß auch, dass mein Sohn leider sehr schlechte Erfahrungen mit Schullernen gesammelt hat. Als Coach arbeite ich ständig mit diesen Erfahrungen von Früher. Das half in unserer Situation aber auch nicht. Ich bin keine Freundin von verbalem Druck und Schimpfereien. Meine Söhne lassen sich das auch nicht gefallen, sie sagen dann einfach, ich könne sie ja nicht zwingen. Kluge Kinder! Aber was für eine Strategie benutze ich dann?

Was bei uns immer gut klappt, ist lachen. Wenn ich einmal einen Witz über den Lernstoff gemacht habe, ist der erste Kummer fast verflogen. Auch bei mir, denn ich leide ja mit meinen Kindern mit. Aber nicht nur die Kinder, auch wir Erwachsene standen vor einer großen Herausforderung. Wie gehen wir mit den Kontaktbeschränkungen um? Als Klavierlehrer ist das ja gar nicht so einfach, die Schüler kommen zu uns nach Hause und werden hier unterrichtet. Da war bei meinem Mann einiges an organisatorischer Arbeit nötig, um möglichst alle über das Internet unterrichten zu können. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die das so verständnisvoll mitmachen. Und wie ist das bei mir? Auch ich bin sehr gut über das Internet zu erreichen. Wer eine einfühlsame Gesprächspartnerin sucht, um über seinen Kummer und das Leben, die Angst, die Einsamkeit und das, was von früher noch da ist und immer noch quält, zu sprechen, kann sich gerne bei mir melden. Unsere erste Stunde ist für euch kostenlos. Wie es dann weitergeht, können wir zu gegebener Zeit besprechen. Ich habe diese erste Woche einigermaßen gut überstanden und freue mich auf euch und eure Geschichte, die ihr mir über Skype erzählen könnt!

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